Reviews "III"

 

 

ROCK HARD (Oktober 2016)
Da schwabbeln die Saiten mal wieder, damit der Druck untenrum stimmt. Das war aber auch noch nie das Probem von GRAND MASSIVE. Genügend Songs für ein veritables Album zusammenzubekommen, schon eher. Ihr dritter Output kann mit immerhin sieben Stücken schon fast als ein solches durchgehen. Die geizige Veröffentlichungspolitik hat sich gelohnt, auch bei „III“ kommt keine Langeweile auf, vom großartigen, fast schon abgehenden Opener ´Deliver Me´ bis zum brutzelnden, auf der Stelle tretenden ´Souleaters´ gibt es keinen Verlegenheitssong. Dafür einmal mehr eine groovige Melange aus Sludge und Southern Metal, die ihre Nähe zu Crowbar und Black Label Society nicht verleugnen kann, aber auch nicht will. Und mit ´Horseman´ hat man eine kleine akustische Danzig-Hommage im Gepäck, die der Alte schon lange nicht mehr so gut hinbekommt. Frank Schäfer 8

 


METAL HAMMER (Oktober 2016)
Seltsam. Bei der deutschen Ausgabe des Desertfest haben die Oberpfälzer bislang noch nicht ihren Wüstensand verstreuen dürfen. Vielleicht klappt`s ja 2017 - eine aussagekräftige Bewerbung legt das Quintett auf jeden Fall mit seinem dritten Studiowerk vor. Darauf bleiben Grand Massive ihrem räudigen Stoner Rock-Stil treu, allerdings haben die Männer merklich am Sound und ihrer Durchschlagskraft geschraubt. Band-Gründer/Gitarrist Jochen Böllath und Co. schielen beim Riffen nun öfter in Richtung Down und Crowbar als bisher, wobei ihnen ein Kyuss-Cover mit diesen Amp- und Mischpult-Einstellungen ebenfalls hervorragend gelingen dürfte. Produzent John Hermansen (Stonewall Noise Orchestra) und Masterer Andy Classen haben ganze Arbeit geleistet. Die Songs stimmen darüber hinaus auch - die hervorragend wummernden "Deliver Me", "Taurus", "The Hunter" (eine Mastodon-Hommage?) und "Massive of the Sun" sind wie gemacht für eine Aprilnacht im Berliner Astra. Lothar Gerber 4

 


ROCKS (Oktober 2016)
Zwischen Whiskey und Wüstensand. Wer darauf wartet, dass Corrosion of Conformity nach der Rückkehr von Pepper Keenan wieder an den Stil von Deliverance (1994) und Wiseblood (1996) andocken, kann die Wartezeit mit Grand Massive gut überbrücken. So stehen die sieben aktuellen Songs der bajuwarischen Stoner-Rocker auf einem vergleichbarem Riff-Fundament, auf dem sich das Quintett um den früheren Duster69-Gitarristen Jochen Böllath mit unaufdringlichen Melodien austobt. „Horseman“ versprüht das Flair besserer Danzig-Tage, „Power of Gods“ walzt mit Unterstützung des Mustasch-Gitarristen David Johannesson in Richtung Wüste und „Deliver me“ liebäugelt mit den hochprozentigen Krachern von Zakk Wylde. III ist nicht spektakulär und schon gar nicht innovativ, ihre Reize besitzt die Platte aber zweifelsohne. Peter Engelking

 


LEGACY (November 2016)
Mit ihrer mittlerweile dritten Scheibe sollte den Jungs von GRAND MASSIVE endgültig der große Wurf gelingen. Die Band hat die metallischen Ingredienzien noch einmal spürbar verschärft und in Sachen Heavieness deutlich zulegen können, was sich in den sieben frischen Stücken außerst positiv bemerkbar macht. Die Stoner-Elemente sind nur noch marginal wahrzunehmen, wenngleich das Riffing die Urprünge nicht außer Acht lässt. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass Tracks wie "Souleaters" und "The Hunter" Bands wie Mastodon und Mustasch wesentlich näher sind als den Queens of the Stone Age, Kyuss und Co. Einprägsam ist der Stoff von "III" deshalb aber nicht minder; im Gegenteil: die Hooklines sitzen sofort, die Gitarrenarbeit fräst sich ebenfalls augenblicklich ein und bei der Performance haben GRAND MASSIVE die Intensität nah ans Maximum gebracht. Lediglich einen Wermutstropfen hat das neue Album, steht dabei aber in der Tradition der vorherigen Releases: die Spielzeit von gerade einmal 32 Minuten ist ziemlich mager und sicher ausbaufähig; zumal bei der Klasse des gebotenen Materials nicht zu befürchten wäre, dass mehr Quantität im Hinblick auf die Qualität ein Ungleichgewicht gebracht hätte. Sei es drum: "III" ist die bislang stärkste Veröffentlichung und ein weiterer denkwürdiger Befreiungsschlag aus dem bisherigen Underground-Dasein von GRAND MASSIVE! (BB) 12 Punkte

 


GUITAR (November 2016)
Sludge-Riffs, Klampfe anne Knie, Amps aufgerissen und tonnenschwer losgegroovt: der Name der Band aus Bayern ist Programm. Inspiration holen sich Jochen Böllath (g) und Kollegen daher auch gerne mal aus den bedrohlichen Sümpfen Louisianas („Horseman“) und ballern einem ansonsten vornehmlich treibende Uptempo-Nummern wie „The Hunter“ vor den Latz. Wer auf Southen Metal ala Crowbar, BLS-Riffs und `ne Ladung Danzig-Vocals ohne den affigen Danzig steht, der bekommt hier `ne amtliche Vollbedienung. Mth 4 (von 5)

 


RCN Magazin Oktober 2016
In meiner Erinnerung haben die beiden Gitarristen von Grand Massive immer nur Danzig- oder Crowbar-T-Shirts an. Auf dem aktuellen Promofoto sieht man aber doch tatsächlich eines von Thin Lizzy! Das ist schon mal eine Annäherung an die Musik der Bayern auf ihrem ersten vollen Longplayer: Wuchtig ohne Ende, mit einer zunehmend stärkeren Heavy- oder Southern-Rock-Kante, immer noch auf der Basis von Doom und Stoner, was ja bei den diversen früheren Bands der Mitglieder (zu nennen wären Duster 69) nicht verwundert. Riffs, Leads und Arrangements sind einfach, aber total wirkungsvoll. Die Refrains sind herausragend, was nicht zuletzt am Gesang liegt, der erste Liga ist, wie auch der breite Gitarrensound. MIB  7

 


HALLOWED.SE (Oktober 2016)
We have some grand and massive Germans to deal with this time, and that is actually for the third time hence the claver title. Judging by the artwork made by the band’s vocalist one might think that it is something heavier, harder hitting and more massive that we get with this album. And that is actually precisely what it is; heavy stoner rock/metal is what these guys put up on offer. A good strong production with massive sound, great heaviness and lots of power and character, I would say that they keep it dirty enough to be really appealing. They have a good vocalist for the genre and they offer up an album that is short and to the point with only seven tracks and a good playing time. They may not really be walking down paths that are less travelled but they do what they do really well and when you do that originality becomes less important.  I like this album; it has what I want from a stoner rock/metal album. Heavy and powerful songs, and lots of appealing melodies and songs. Though, I have to say that I find it hard to jot down very much about it, as it is what you expect and very good at it, not as inspiring to write about as it is to listen to it. That makes it difficult to find superlatives to throw around so I will not do that and instead I make a point in stating that it is a strong album once more. The opening track along with the ending track are the two that I find very appealing, six of the tracks on the album are very appealing to me while the middle one Horseman is a rather dull middle of the road track. I can’t help thinking though, that it might actually be what that track is for – a little break in the middle. And with that I have run out of letters to write and just end by saying that I recommend this one as it is a massively good album. 5

 


METALGLORY.de
Mit „III“ legen die Jungs um Gründer und Gitarrist Jochen Böllath ihr drittes (irgendwie logisch) Album vor. Stoner Doom Metal aus deutschen Landen? Richtig und es funktioniert sogar, denn was die Band anderen voraus hat sind die Songs. Hinzu kommt, dass Andy Classen das gute Teil gemastert hat und dem Ganzen einen amtlichen und druckvollen Sound verpast hat. Das Album startet wuchtig und druckvoll mt dem Groover „Deliver Me“, der die Marschrichtung vorgibt und klar macht, dass es hier keine Gefangenen gibt. Im gleichen Stil geht es weiter, wobei sich mit „Horseman“ auch eine kleine Akustiknummer ins Repertoire geschlichen hat. Aggressiv, modern und dennoch klassisch kommen die Songs rüber, was auch an dem Gesang von Alex Andronikos liegt, der einen guten Eindruck hinterlässt, nicht versucht auf Teufel-komm-raus zu brüllen oder seiner einen imaginären Eindruck von zusätzlicher Aggression zu verleihen. Tolles Album mit mächtig Drive und wuchtigen Gitarren. Lediglich die knapp bemessene Laufzeit ist ein dicker Minuspunkt. Da dürfte man in der heutigen Zeit doch mehr erwarten dürfen. Fazit: Geil. Christoph  7

 


STREETCLIP.TV
Nach zwei EPs schaufeln die Oberpfälzer GRAND MASSIVE ein frisches Grab aus. Schwere Kolosse haben sie dabei herausgehoben und präsentieren auf Album Nummer ´III´ sieben frische Felsbrocken. Nennt es die Schwärze des Grunge, auf dem sich Zakk Wylde einen fiedeln darf, einmal darf die Ohrmuschel gar an old Ozzy denken, nennt es ein Gemisch aus Doom und der Finsternis des Vollmondes. Das ist Stoner Rock mit Melodie zwischen der Kimme. Sogar David von MUSTASCH spielt ein Gastsolo auf dem von John Hermansen (MOTHER MISERY, STONEWALL NOISE ORCHESTRA) produzierten und von Andy Classen gemasterten Stück Schwermetall. Falls Ihr also bereits länger auf frisches Futter von DOWN oder DANZIG, BLACK LABEL SOCIETY oder CROWBAR wartet, dann nehmt einfach einen Schluck von diesem Gesöff, denn die 2008 gestartete Band GRAND MASSIVE steht heutzutage mit ihrem Angebot ganz weit vorne im Regal. Seht selbst nach. Rob Hall 7

 


SOUNDCHECKER Köln
Das ist doch mal ein Service am Hörer, mit III erscheint natürlich das dritte Album der Stoner Metal Band Grand Massive. Gründer und Gitarrist Jochen Böllath hat seine Mitmusiker entsprechend eingestellt und Shouter Alex Andronikos erledigt einen guten Job. Schon im Opener Deliever, der beweist, dass diese Art des Metals auch durchaus melodiös gemacht sein kann, beweisen Grand Massive, dass sie das Zeug dazuhaben, durchaus zu den Big Playern in deutschen Landen zu gehören. Ein Eindruck, den sie auf den restlichen leider nur noch sechs Songs durchaus bestätigen können. Das von Andy Classen (Holy Moses, Tankard, Legion of the Damned) produzierte Album bietet mit Horseman sogar noch eine Akustiknummer, die an Glen Danzig erinnert. Alles in Allem, ein gutes Album, wenn nur nicht die sehr kurze Laufzeit wäre. Dennis Kresse

 


LORDS OF METAL nl
Marcel H. : Stoner, like sludge, has reached its saturation point. About everything which is released within stoner we know by now. It is only very sporadically a new surfaces and stand out in the overcrowded stoner pond. Grand Massive is another of those bands that won’t really stand out. The band is absolutely competent. But the songs are interchangeable with so many other stoner songs by other bands. Positive exception is the acoustic song ‘Horseman’ where vocalist Alex sounds like Glenn Danzig and the song slightly reminds me of ‘Blood And Tears’ by Danzig. Not a bad album, but that’s all there can be said about it.

 


ZEPHYRS ODEM
Auf Album Numero drei beweisen Grand Massive einmal mehr, dass guter Stoner Rock mit einer Prise Doom durchaus (süd-)deutschen Landen entspringen kann. Das relativ unspektakuläre mit „III“ betitelte Album startet gleich sehr fett mit „Deliver me“ und zeigt dem Zuhörer auf, wohin die Reise geht. Gemastert von Andy Claasen (u.a. Holy Moses), wirkt alles sehr transparent und dennoch heavy – nichts klingt hier nach Alpenvorland. Im folgenden feuern Grand Massive dann gleich ein ganzes Magazin potenzieller Hits ab: „Power of Gods“ hätte einen würdigen Titelsong abgegeben, „Taurus“ wartet in bester Black Sabbath Manier auf, während „Horsemen“ nur mit Gesang und Akustik-Gitarren auskommt. Ein sehr interessanter Song, der wie eine Mischung aus Danzig und Nirvana rüberkommt. Zum Schluss des Albums kommen dann auch zunehmend fette doomige Parts ins Spiel, die jedoch auch immer wieder rockig aufgelöst werden, so dass niemals Langeweile oder Monotonie aufkommt Das Album ist mit einer guten halben Stunde Spielzeit und sieben Songs zwar relativ kurz ausgefallen, aber eben auch sehr kurzweilig, selbstbewusst und abwechslungsreich. Ich freue mich drauf, Grand Massive mit diesen starken neuen Songs im Gepäck Live zu sehen.

 

 

 

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